Mensch und Tier

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Ich war im Garten, wo sie all die Tiere
gefangen halten; glücklich schienen viele,
in heiteren Zwingern treibend muntre Spiele,
doch andre hatten Augen tote, stiere.

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Ein Silberfuchs, ein wunderzierlich Wesen,
besah mich unbewegt mit stillen Blicken.
Er schien so klug sich in sein Los zu schicken,
doch konnte ich in seinem Innern lesen.

Und andre sah ich mit verwandten Mienen

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und andre rastlos hinter starren Gittern -
und wunder Liebe fühlt ich mich erzittern
und meine Seele wurde eins mit ihnen.

 

 

Lyrik | Gedichte aus dem Nachlass Teil 5
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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 646