Galgenlieder, will elfes

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Quelle, Entstehungsjahr
Deutsche Vogue Schallplatten GmbH, 1964
Interpret
Will Elfes (siehe auch Wikipedia:Will Elfes)
weitere Angaben
Die "Galgenlieder" schmücken das ernste, bisweilen philosophisch düstere Werk Christian Morgensterns wie bunte Juwelen. Sie haben ihren rätselhaften Glanz bis heute nicht verloren und den großen Ausverkauf der Jahrhundertwendeliteratur heiter und unverwundet überstanden.
Morgenstern nannte sie Federzeichnungen eines ungemein kecken und kühnen Humors, in denen nur die Grundidee grotesk ist. "Im übrigen ist Humor eben Humor und hat jederzeit seinen eigenen Sinn und - Ernst für sich."
"In jedem Manne ist ein Kind, das spielen will." Die "Galgenlieder" sind dem Kind im Manne gewidmet. Dem dichterischen Spieltrieb entsprungen, haben sie keine Tendenz und keine Dogmatik, sind sich selbst genug.
Interpretationen der Galgenlieder gab es mannigfaltige; höherer Blödsinn waren sie für die einen, Zeichen jugendlichen Übermuts für die anderen.
Das Ergötzen aber am Reichtum ihrer bildhaften Wortschöpfungen zeigte sich beständiger.
Entstanden für einen lustigen Kreis, dem "Verein der Galgenbrüder", kein Un-Sinn und kein Ohne-Sinn, sind sie dem Dichter weder Witz noch Parodie auf zeitgenössische Lyrik gewesen. In jedem von ihnen stellt er trotz allem Wortspiel eine, wenn auch nicht alltägliche, so doch lebendige Situation vor.
Die "Galgenlieder" schmücken das ernste, bisweilen philosophisch düstere Werk Christian Morgensterns wie bunte Juwelen. Sie haben ihren rätselhaften Glanz bis heute nicht verloren und den großen Ausverkauf der Jahrhundertwendeliteratur heiter und unverwundet überstanden.
Morgenstern nannte sie Federzeichnungen eines ungemein kecken und kühnen Humors, in denen nur die Grundidee grotesk ist. "Im übrigen ist Humor eben Humor und hat jederzeit seinen eigenen Sinn und - Ernst für sich."
"In jedem Manne ist ein Kind, das spielen will." Die "Galgenlieder" sind dem Kind im Manne gewidmet. Dem dichterischen Spieltrieb entsprungen, haben sie keine Tendenz und keine Dogmatik, sind sich selbst genug.
Interpretationen der Galgenlieder gab es mannigfaltige; höherer Blödsinn waren sie für die einen, Zeichen jugendlichen Übermuts für die anderen.
Das Ergötzen aber am Reichtum ihrer bildhaften Wortschöpfungen zeigte sich beständiger.
Entstanden für einen lustigen Kreis, dem "Verein der Galgenbrüder", kein Un-Sinn und kein Ohne-Sinn, sind sie dem Dichter weder Witz noch Parodie auf zeitgenössische Lyrik gewesen. In jedem von ihnen stellt er trotz allem Wortspiel eine, wenn auch nicht alltägliche, so doch lebendige Situation vor.
In ihnen hinterließ Christian Morgenstern seine liebenswertesten Texte.
"Man sieht vom Galgenberg die Welt anders an und man sieht andere Dinge als andere."
Das schwermütige Mondschaf träumt noch immer seinen All-Traum und steigt immer wieder fromm und milde als weiße Scheibe an den Himmel.
Der Rabe Ralf nährt sich in vielerlei Gestalt von allerlei Galgenspeise und geht daran immer wieder zugrunde. Sofie, das Henkersmädchen, gibt jedem, der ihn will, ihren Gnadenkuss, und Zwölfelf bleibt ein mächtiger Dämon ... Palström, der Sänger des individualisierten Galgenliedes hat einen Nachfolger gefunden. Will Elfes singt an seiner Stelle. In Elfes' ungekünstelten und jedem modischen Gag abholden Vertonungen macht er die rätselhaften Texte nur verständlich - doch wieviel ist das wert! Ein moderner Spielmann, der mit seinen bald dunkelballadenhaften, bald spöttisch-rhythmischen Melodien der skurrilen, fremdartigen Welt Morgensterns einen Anklang ans Volksliedhafte schenkt. Mit selbstverständlichem Understatement präsentiert Will Elfes Unglaubliches, öffnet das Gehör für die pointierten Geschichten des wunderlichen Nasobems, des ü-verrückten Igels und der urweltlichen Schildkrökröte.
Dr. Kurt Seeberger
interpretierte Gedichte
  1. Der Rabe Ralf, mp3, 64 kbps, 890 kB
  2. Galgenbruders Lied an Sophie, die Henkersmaid mp3, 64 kbps, 879 kB
  3. Igel und Agel, mp3, 64 kbps, 869 kB
  4. Die Schildkrökröte, mp3, 64 kbps, 1,29 MB
  5. Der Gaul, mp3, 64 kbps, 1 MB
  6. Das Butterbrotpapier, mp3, 64 kbps, 1,7 MB
  7. Das Grab des Hunds, mp3, 64 kbps, 755 kB
  8. Die weggeworfene Flinte, mp3, 64 kbps, 770 kB
  9. Der Droschkengaul, mp3, 64 kbps, 1,07 MB
  10. Das Knie, mp3, 64 kbps, 1,05 MB
  11. Der Zwölf-Elf, mp3, 64 kbps, 835 kB
  12. Das Mondschaf, mp3, 64 kbps, 959 kB
  13. St. Expeditus, mp3, 64 kbps, 1,21 MB
  14. Das Nasobēm, mp3, 64 kbps, 656 kB
  15. Wiegenlied mp3, 64 kbps, 792 kB
Cover, Label
Persönliche Werkzeuge
Leben und Zeit