Erich Zeisl. Lieder. cpo. 2005

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Titel
Erich Zeisl. Lieder
Verlag
cpo, 2005
Inhalt
  1. Vor meinem Fenster (Arno Holz)
  2. Die du so fern bist (Otto E. Hartleben)
  3. Jannette (Otto J. Bierbaum))
  4. Vergissmeinnicht (Richard v. Schaukal)
  5. Der Fiedler (Richard v. Schaukal)
  6. Komm, heiige Nacht (Fritz Böhm)
  7. So regnet es sich langsam ein (Cäsar Flaischlen)
  8. Der Schäfer (Johann Wolfgang v. Goethe)
  9. Armseelchen (Emil Alfred Herrmann)
  10. Gigerlette (Otto J. Bierbaum)
  11. Sehnsucht (Johannes Schlaf)
  12. Der Weise (Wilhelm Busch)
  13. Die Sonne sinkt (Friedrich Nietzsche)
  14. Ecce Homo (Friedrich Nietzsche)
  15. Das trunkene Lied (Friedrich Nietzsche)
  16. Nachts (Joseph v. Eichendorff)
  17. Sonnenlied (Des Knaben Wunderhorn)
  18. Auf dem Grabstein eines Kindes in einem Kirchgang im Odenwald (Des Knaben Wunderhorn)
  19. Im Frühling, wenn die Maiglöckchen läuten (Des Knaben Wunderhorn)
  20. Grabschrift (Gotthold Ephraim Lessing)
  21. Die Nacht (Hermann v. Gilm)
  22. Stilleben (Gotthold Ephraim Lessing)
  23. Armkräutchen (Joachim Ringelnatz)
  24. Kein Ton mehr klingt (Rudolph Paulsen)
  25. Mondbilder I - Der Mond steht da (Christian Morgenstern)
  26. Mondbilder II - Eine goldene Sichel (Christian Morgenstern)
  27. Mondbilder III - Groß über schweigenden Wäldern (Christian Morgenstern)
  28. Mondbilder IV - Durch die Abendwolken ziehen (Christian Morgenstern)
Hörproben
I - Der Mond steht da
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II - Eine goldene Sichel
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III - Groß über schweigenden Wäldern
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IV - Durch die Abendwolken ziehen
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Einleger
Zum einhundertsten Male jährt sich 2005 der Geburtstag des Komponisten Erich Zeisl, der am 18. Mai 1905 in Wien das Licht der Welt erblickte. Unter allen Veranstaltungen, Konzerten und Veröffentlichungen, die aus diesem Anlass an Leben und Vermächtnis dieses Künstlers erinnern sollen, ist die vorliegende Aufnahme von besonderer Bedeutung - und das nicht nur, weil es sich dabei um die erste CD handelt, die Zeisls Liedkunst gewidmet ist, sondern auch, weil sie eine begrüßenswerte Zusammenstellung seiner unveröffentlichten Lieder enthält.
Seit seiner Kindheit war Zeisl fest entschlossen gewesen, Komponist zu werden. Mit vierzehn Jahren wurde er Schüler der Wiener Musikakademie, mit sechzehn erschien sein erstes Lied im Druck. Seit den frühen zwanziger Jahren wurde er von Kritikern und Musikern ebenso gelobt wie vom breiten Publikum. 1938 änderte sich sein Schicksal schlagartig. Er floh aus seinem geliebten Wien, um sich und seine Familie zu retten. Nach einem kurzen, künstlerisch erfüllten Intermezzo in Paris emigrierte er nach Amerika. Zunächst ließ er sich in New York nieder, doch schon bald ging er nach Los Angeles, wo er an die zwei Jahrzehnte unterrichtete und komponierte. Als der 53jährige Komponist am 18. Februar 1959 einem Herzanfall erlag, war er eben dabei, in seiner neuen Heimat größere Anerkennung zu finden.
In Wien hatte Zeisl annähernd einhundert Lieder komponiert, von denen 23 veröffentlicht wurden. Überhaupt war das Lied der Grundstein in Zeisls Kunst. Als romantischer Geist drückte er sich instinktiv durch dieses romantischste aller Mittel aus. Wie für Schubert ein Jahrhundert zuvor bot das Lied auch für Zeisl eine intime, persönliche, bekenntnishafte Ausdrucksmöglichkeit.
Das Erbgut, die Familie, die Freunde und die Wiener Umgebung - das waren die Stimuli, die Zeisls musikalische Phantasie anregten. Es ist bezeichnend, dass er literarisch wertvolle Texte wählte, wobei er das jahrhundertealte Vermächtnis der deutsch-österreichischen Dichter verwertete. Was er an poetischen Kategorien bevorzugte, waren Lieder der Nacht und Kinderlieder, das Pathetische, aber auch das Komische und bisweilen sogar das Groteske. Doch ganz gleich, um welches Gedicht oder welche Kategorie es sich handeln mochte, ein Element war immer wesentlich: die Dramatik. Für Zeisl war das Lied ein "Drama auf einer einzigen Seite." Und so ergänzte Zeisl seine musikalische Notation durch einen Überfluss an verbalen Anweisungen, die die dramatischen Aspekte unterstreichen sollten.
Sein Liedschaffen zeigt Zeisls ungeheure Fähigkeit, durch die musikalischen Elemente der Melodik, Rhythmik, Harmonik und Tonfärbung ein Höchstmaß an Bildern, Empfindungen und Eindrücken zu vermitteln. "Die Melodie," so hat Zeisl einmal gesagt, sei "die Seele, und Melodien lassen sich nicht konstruieren. Sie sind das Wesen der musikalischen Begabung." Das musikalische Drama, das sich entfaltet, diktiert jederzeit die passenden melodischen Gestalten: Folkloristisch in diesem, lyrisch expansiv im andern Augenblick. Wortmalereien und sorgfältig kalkulierte Register sind weitere Mittel, um die Texte auf lebendige Weise mitzuteilen. Auch mit seinen Tempoangaben unterstreicht er die Miniaturdramen. Einfallsreiche rhythmische Gestalten liefern den musikalischen Vortrieb und dienen auf dramatischer Ebene als deskriptive Elemente. In einigen Liedern werden ständig wiederkehrende Muster als Ostinati verwendet, deren dramatisches und bildhaftes Potential Zeisl voll und ganz ausnutzt.
Auf harmonischem Gebiet bediente sich Zeisl gern der reichen, vielfältigen Ressourcen, die einem Komponisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Verfügung standen. Mögen seine Lieder vordergründig auch kompliziert erscheinen, so sind sie doch stets tonal. Die harmonische Richtung ist streng kontrolliert - oftmals durch die Verankerung in Orgelpunkten oder schrittweisen Bewegungen des Bassfundaments. Mit wenigen Ausnahmen sind Zeisls Lieder sehr konzis. Während er einerseits eine abgewandelte Liedform bevorzugte (ABA'), pflegte er auch Refrainschemata, Rondo und durchkomponierte Gebilde. Ungeachtet ihrer jeweiligen formalen Gestaltung wachsen Zeisls Lieder oftmals organisch aus einem Keim, wobei sich Stimme und Klavier als gleichberechtigte Partner an dem Prozess beteiligen. Zeisl war selbst ein vorzüglicher Pianist und übertrug dem Begleiter eine Fülle bildhafter Aspekte. Rein instrumentale Vorspiele, Zwischenspiele und Nachspiele dienen als Umrahmung und zur Gliederung. Zeisl versteht es, in diesen Abschnitten, namentlich in den Postludien, die gesamte Botschaft eines Liedes zusammenzudrängen und diese dabei auf magische Weise zu intensivieren. Elf der achtundzwanzig hier eingespielten Lieder wurden zu Zeisls Lebzeiten gedruckt (die anderen sind bislang ungedruckt). Sämtliche Titel illustrieren das enorme Ausdrucksspektrum des Komponisten. Das weiträumige Vorspiel zu Vor meinem Fenster bereitet mit seinen Vogelstimmen und den sanft sich kräuselnden Akkorden das Szenario für die sensible Umsetzung des bittersüßen Gedichtes von Arno Holz. Otto Erich Hartlebens verlassener Liebhaber sendet zunächst mit düsterem Ausdruck einen matten Gruß an Die du so fern bist, bevor er - bei Erinnerung an 0das verflossene Glück des Paares - seine Bemühungen verdoppelt: Jetzt überwindet sein Gruß die Entfernung auf den Flügeln des Gesangs. In dem Brettl-Lied Jannette ("Jeanette") preist Otto Julius Bierbaum eine glückliche Liebe. In einer Mischung aus volkstümlich einfacher Melodik und kompositorischer Raffinesse fängt Zeisl in seiner musikalischen Reaktion perfekt den Geist des Kabaretts ein. Das eindringliche Vergissmeinnicht, eines seiner schönsten Liebeslieder, hat Zeisl seiner geliebten Trude gewidmet. In Der Fiedler steigert der Komponist mit musikalischen Mitteln Richard Schaukals spukhafte Erzählung von dem Straßengeiger und dem Eindruck, den dieser auf einen sensiblen Knaben macht. In Komm, heilige Nacht greift Zeisl Fritz Böhms Botschaft auf, wonach die Nacht ein Quell des Trostes und Balsam für das verwundete Herz des Liebenden sei. Bildhaft beschreiben Singstimme und Klavier die langsam plätschernden Regentropfen, von denen Cäsar Flaischlen in seinem Gedicht So regnet es sich langsam ein spricht. Der glühende Mittelteil des Liedes ist einem Rosenpaar und der wahren Liebe gewidmet. Eine willkommene heitere Entspannung stellt die fröhliche Vertonung des pastoralen Miniaturdramas Der Schäfer von Gotthold Ephraim Lessing dar.
Seiner Mutter hat Zeisl das an einen Grabgesang erinnernde Armseelchen gewidmet, das auf großartige Weise die pathetische Seite des Komponisten verrät. Zwar war er bei Entstehung des Liedes noch keine zwanzig Jahre alt, doch lässt er auch hier schon den geborenen musikalischen Dramatiker erkennen. Die funkelnde Gigerlette lässt uns ein weiteres Mal auf erfrischende Weise in den Geist des Kabaretts eintauchen. Die Wahl der Tonart, des Tempos und des Gesangsstils dienen dazu, die farbige Reminiszenz Bierbaums zu intensivieren. Einen deutlichen Kontrast hierzu bildet Johannes Schlafs Sehnsucht, in der das Glück für einen gepeinigten Liebhaber unerreichbar scheint. Mit seiner scharfen, schnellen, geistreichen Pointe liefert Zeisl dann das musikalische Gegenstück zu Wilhelm Buschs Der Weise. Die drei Nietzsche-Lieder entstanden in Zeisls "Liederjahr" 1931. Die Sonne sinkt beginnt in düsterem Moll, wendet sich dann aber bewusst nach Dur, um den Wechsel vom Pessimismus zum optimistischen Ende des Textes zu spiegeln. "Stürmend" und mit hämmernden Triolen, die unter der kraftvollen, deklamatorischen Melodie aufblitzen, entwirft Ja! Ich weiss woher ich stamme ["Ecce homo"] die prasselnde Energie der Flamme. Mit seiner rhapsodischen Rezitation und seinen modalen Harmonien verlässt Zarathustras mitternächtliches Trunkenes Lied den vertrauten Klangbereich des Liedes. Die Verwandlung des anfänglich düsteren Moll in das strahlende Dur des Schlusses erhöht die lebensbejahenden Worte Nietzsches: "Doch alle Lust will Ewigkeit."
Zeisl selbst war recht zufrieden mit der köstlichen Harmonik seiner Eichendorff-Vertonung Nachts. Triolen schimmern wie das Licht des Mondes, indessen die Phrase "O wunderbarer Nachtgesang" den Komponisten zu einem seiner lyrischsten und romantischsten Ergüsse inspiriert. Bei der Entstehung seines Kinderlieder-Zyklus nutzte Zeisl den ewigen Born, dem so viele große Komponisten und Dichter ihre Anregungen verdankten (Zeisl, Autobiographische Skizze). Die vorliegende CD enthält das frische, funkelnde Sonnenlied mit seiner ansteckenden rhythmischen Vitalität; das gewaltige, schmerzlich-pathetische Auf dem Grabstein eines Kindes in einem Kirchgang im Odenwald; und die vergnügliche Beschwörung früher Kindheitserinnerungen, die Im Frühling wenn die Maiglöckchen läuten einfängt.
In der Art eines Grabgesangs vertont Zeisl Lessings beißende Grabschrift ["Epigramm"], die zugleich seine Beherrschung des Grotesken erkennen lässt: Der kürzlich verstorbene Pavian hat es den Menschen sein ganzes Leben lang nachgetan; im Tode werden es die Menschen ihm nun nachtun. Ein gewichtiges Postludium bietet Zeit genug, um über die Botschaft des Gedichtes nachzusinnen. Die äußerst expressive Vertonung der Nacht von Hermann von Gilm spiegelt die unablässige Suche des Komponisten nach einem Tonikum, das die gepeinigte Seele besänftigt. Im anschließenden Stilleben ["Die Haushaltung"] kommt wieder der Humor zum Zuge, wenn Zeisl Lessings häusliche ménage à trois ebenso vergnüglich wie verständig umsetzt.
Mit seinen reichlich vorhandenen Angaben (so etwa schelmisch, bös, ängstlich-jammernd) verdeutlicht der Komponist, welchen Ton die Singstimme zur Erzielung der optimalen Wirkung anschlagen muss. Die sehnsüchtige Stimmung in Joachim Ringelnatz' Arm Kräutchen verstärkt Zeisl durch die Kombination von Molltonart, klagender Melodie und reicher Chromatik. Bei Paulsens Kein Ton mehr klingt stürzt der Komponist in tiefste Verzweiflung ("düster"), bevor er sich mit der Phrase "Dann wird sie wieder singen" ("jubelnd!") zur höchsten Freude aufschwingt.
Der umfangreiche, nach Christian Morgensterns bildhafter Dichtung entstandene Zyklus der Mondbilder beschließt die Aufnahme. Ein instrumentales Motto leitet das erste Lied ein, dessen stilisiertes Rezitativ darstellt, wie der Dichter weitschweifig und sehnsüchtig davon träumt, den Vollmond zu erwerben, der ihm wie ein Portrait van Dycks vorkommt. Das zweite Lied ist größer angelegt. Hier wird der Mond mit einer Sichel verglichen, die im bronzenen Gewölk herumliegt - fallengelassen von einer Schnitterin, die einer der himmlischen "Schwerenöter der Liebe" ins Ährenversteck zog. Dem Text entsprechend ist das dritte Lied ein Grabgesang von überwältigender dramatischer Kraft. Zeisls musikalische Darstellung lässt zu der aufsteigenden Melodie des Sängers donnernde Klavieroktaven wie Gongs krachen. Mit dem vierten Lied kehrt der Humor zurück. Der Dichter erkennt in dem zunehmenden Mond ein fliegendes Bumerang, das von einem "Australneger" dorthin geschleudert wurde. Interpretierende, bildhafte, rhythmische, tonale und strukturelle Erinnerungen an die frühen Lieder tauchen auf und verschmelzen schließlich mit einer vollständigen Wiederholung des Mottos aus dem ersten Lied.
Prof Malcolm Cole (Übersetzung: Barbara Schönberg)
Wolfgang Holzmair
Wolfgang Holzmair wurde in Vöcklabruck (Österreich) geboren und studierte an der Musikhochschule Wien bei Hilde Rössel-Majdan (Gesang) und Erik Werba (Lied).
Als Liedsänger tritt er regelmäßig in den führenden Musikzentren der Welt auf, wie etwa in den Jahren 2005 und 2006 in Wien, London, Dublin, New York, Lissabon sowie bei verschiedenen europäischen Festivals. Dazu kommt eine reiche Konzerttätigkeit im Rahmen vokaler Kammermusik.
Auf der Opernbühne sang er in letzter Zeit den Grafen (Strauss, Capriccio) in Cagliari unter Frühbeck de Burgos, den Sprecher (Mozart, Zauberflöte) an der Opera Bastille in Paris unter Minkovski, den Musiklehrer und Harlekin (Strauss, Ariadne auf Naxos) in Toulon sowie die Titelrolle in der Uraufführung von Daniel Schnyders "Casanova" beim Menuhin Festival Gstaad. Nächste Partien werden Papageno (Mozart, Zauberflöte) in Dallas, Alfonso (Mozart, Cosi fan tutte) in Lyon sowie Faninal (Strauss, Rosenkavalier) in Seattle sein.
Wolfgang Holzmair arbeitet mit führenden europäischen und amerikanischen Orchestern zusammen, wie dem Israel Philharmonie Orchestra, den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, den Wiener Symphonikern oder dem Concertgebouw unter Dirigenten wie Blomstedt, Boulez, Chailly, v. Dohnany, Frühbeck de Burgos, Haitink, Harnoncourt, Kreizberg, Norrington, Ozawa etc. Für 2005/2006 sind Aufführungen mit orchestrierten Krenek-Liedern in Utrecht und Amsterdam unter Kreizberg, Bach-Kantaten in Philadelphia, das Brahms-Requiem mit dem Orchestra of St. Louis in der Carnegie Hall/New York sowie Mahlers Rückert Lieder mit dem BBC Orchestra of Wales unter Hickox geplant.
Umfangreiche und von der Kritik hochgelobte Aufnahmetätigkeit, u.a. Lieder von Clara und Robert Schumann und Lieder diverser Komponisten nach Eichendorff mit Imogen Cooper (Philips); diverse Schubert-Aufnahmen mit Gerard Wyss (Tudor); Aufnahmen von Liedern vertriebener Komponisten (Krenek, Eisler, Franz Mittler) bei verschiedenen Labels; "Pelleas et Melisande" mit dem Orchestre National de France und Haitink (naive). Holzmairs Aufnahme von Brahms' "Ein deutsches Requiem" unter Herbert Blomstedt wurde mit dem Grammy ausgezeichnet.
Seit 1998 leitet er eine Lied- und Oratorienklasse am Mozarteum in Salzburg und gibt Meisterkurse in Europa und Nordamerika.
Cord Garben
Studium Klavier und Dirigieren in Hannover. Repetitor am Niedersächsischen Staatstheater. Spezialisierung auf Liedbegleitung. Konzerte und Aufnahmen mit Edith Mathis, Brigitte Fassbaender, Anne Sophie v. Otter, Peter Schreier, Dietrich Fischer-Dieskau, Bernd Weikl, Kurt Moll, Andreas Schmidt, Roman Trekel. Gesamtaufnahmen der Liedwerke von Alexander Zemlinsky, Hector Berlioz und Carl Loewe. Zahlreiche Schallplattenpreise, 1989 Preis des französischen Kulturministers für die beste kulturelle Initiative.
Auszeichnung als Schallplattenproduzent mit sieben Grammy-Awards in den U.S.A. Schwerpunkte seiner Tätigkeit bei der Deutschen Grammophon war die Arbeit mit Herbert v. Karajan, Carlo Maria Giulini, Mstislav Rostropovich, Dietrich Fischer-Dieskau und Arturo Benedetti Michelangeli. Als "Director Vocal Productions" u.a. Produktion von Wagners "Ring" an der MET.
Als Dirigent Arbeit mit renommierten Orchestern, darunter NDR-Sinfonieorchester, Tokyo Philharmonie Orchestra., NHK Symphony Orchestra Tokyo, RadioPhilharmonie Hannover, Deutsches Sinfonieorchester Berlin, Rundfunkorchester Warschau.
Mit Ensembles der Hamburgischen Staatsoper, der Berliner Philharmoniker und deren Orchesterakademie widmet er sich besonders der Wiederbelebung der historischen Bearbeitungen sinfonischer Werke für Kammerensemble.
Veröffentlichungen: "Die Liedzyklen Franz Schuberts" (Wagner, Eisenach), "Arturo Benedetti Michelangeli" (Europäische Verlagsanstalt)
Cord Garben ist Präsident der Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg.