Mondendinge
Dinge gehen vor im Mond,
die das Kalb selbst nicht gewohnt.
Tulemond und Mondamin
liegen heulend auf den Knien.
Heulend fletschen sie die Zähne
auf der schwefligen Hyäne.
Aus den Kratern aber steigt
Schweigen, das sie überschweigt.
Dinge gehen vor im Mond,
die das Kalb selbst nicht gewohnt.
Tulemond und Mondamin
liegen heulend auf den Knien...
Anmerkung
Man hat dies irrtümlicherweise als eine Mondamin-Reklame
aufgefaßt. Aber dem Verfasser lagen ganz andre Dinge am Herzen.
Wer vor diesem Nachtgemälde eines erstorbenen Trabanten
noch an Maismehl denkt, dem ist nicht zu helfen.
das Kalb:
Das Mondkalb, natürlich.
Tulemond und Mondamin:
Der Mann im Mond und die Frau im Mond.
schweflig:
schwefelgelb.
Hyäne:
Eine Schwester des Fenriswolfes.
Strophe 4: Eine machtvolle Strophe.
(Im Verzeichnis zu widmen: E.T.A. Hoffmann und E.A.Poe.)
Kommentar
- Zu finden in der
- Stuttgarter Ausgabe: Band 3, S. 72 und 305f.
- Vertont von
- Florian Grupp | Friedrich Gulda | Rudolf Jaggi | Ernest Vietor
- Gesungene Version
- Das Angebot stammt von: youtube.com