III, 25 (Horatius travestitus)

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Wohin reißt mich der süße Wein?
Welche Gassen sind das, die ich noch nie gesehn?
Welches Glückskind von Nachtrat hört,
was die schweigende Stadt laut mich zu schwärmen reizt!
Quo me, Bacche, rapis tui,
plenum? Quae nemor aut quos agor in specus,
velox mente nova? Quibus
antris egregii Caesaris audiar
Wisst ihr, was ich im Pult noch hab?
Was euch allen noch winkt? Glückliche Menschen, ihr!
Solche Dinge, wie ich da sag,
hat noch keiner gesagt, seit Gott die Welt erschuf!
aeternum meditans decus
stellis inserer' et consilio Jovis?
Dic', insigne, recens, adhuc
indict' or' alio. Non secus in iugis
Mädel, du vor der Schenke dort -
he, was guckst du mich an? Guck dich doch selber an!
Ich bin völlig bei klarem Sinn!
Ich kann gehn, wie ich will - wo ich - wohin ich will!
edonis stupet Euhias,
Hebrum prospiciens et nive candidam
Thracen ac pede barbaro
lustratam Rhodopen, ut mihi devio
Gott ist Zeuge, ich hab noch nie
einen schlüpfrigen Vers - noch einen schlechten Vers,
überhaupt einen Vers - gemacht,
der nicht, ihm zu gefall'n, mir aus der Feder floss!
ripas et vacuum nemus
mirari libet. O Naiadum potens
Baccharumque valentium
proceras manibus vertere fraxinos
Ach ... es ist doch von eigenem Reiz,
zwischen schwankenden Reihn schiefer Gebäude so
sichern Fußes des Weges zu ziehn,
des Zylinderhuts Rohr tief in die Stirn gedrückt ...
nil parv' aut humili modo,
nil mortale loquar. Ducle periculumst,
o Lenaee, sequi deum
ringentem viridi tempora pampino.
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