Die beiden Flaschen

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Zwei Flaschen stehn auf einer Bank,
die eine dick, die andre schlank.
Sie möchten gerne heiraten.
Doch wer soll ihnen beiraten?


Mit ihrem Doppel-Auge leiden
sie auf zum blauen Firmament ...
Doch niemand kommt herabgerennt
und kopuliert die beiden.


Anmerkungen

Das Christentum hat so wenig wie für die Tiere etwas für Flaschen übrig, also auch keine Engel. Die Fassung dieses Gedichtes für deutsche Lesebücher und Schul-Anthologien wurde vom Lehrkollegium wie folgt festgesetzt:

Zeile 3 und 4:
    Sie möchten gerne Kuchen essen.
    Doch der Himmel hat sie vergessen.

Und Zeile 6 bis 8:
    sie auf zum blauen Wolkenraum.
    Doch niemand hört dort ihren Traum
    und kuchenbäckt die beiden.

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