Augustnacht

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Stille, herrliche Sommernacht!
Silberfischlein springen lustig
in dem himmlischen Meer.
Hochauf schnellen

5

die zierlichen Leibchen sich,
blitzschnell
wieder verschwindend.
Hinter grauen Wolkenklippen
gleißt es verdächtig.

10

Da kauert arglistig
der Mann im Mond -
und fischt.
Verstohlene, seidene
Angelschnüre

15

wirft er hinab
in die arglose Flut.
Ach! und nun
zappelt auch schon
ein armer Weißling

20

am Haken
und fliegt
in weitem Bogen
hinauf zu den grauen,
hässlichen Klippen ...

25

mir ist,
ich höre ein leises,
behäbiges Lachen.

 

 

Lyrik | In Phantas Schloss
Dem Geiste Friedrich Nietzsches | Prolog | Auffahrt | Im Traum | Phantas Schloss | Sonnenaufgang | Wolkenspiele | Sonnenuntergang | Homo Imperator | Kosmogonie | Das Hohelied | Zwischen Weinen und Lachen | Im Tann | Der zertrümmerte Spiegel | Das Kreuz | Die Versuchung | Der Nachtwandler | Andre Zeiten, andre Drachen | Die Weide am Bach | Abenddämmerung | Augustnacht | Mädchentränen | Landregen | Der beleidigte Pan | Mondaufgang | Mondbilder | Erster Schnee | Talfahrt | Epilog


Kommentar

Erstdruck
In Phantas Schloss
Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 1, S. 53f.