Aphorismen - Natur - 1910

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1910

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Darum ist die Natur so tieftröstlich, weil sie schlafende Welt,
traumlos schlafende Welt ist. Sie fühlt nicht Freude, nicht
Schmerz, und doch lebt sie vor uns und für uns ein Leben voll
Weisheit, Schönheit und Güte. So schliefen auch wir einst, und zu

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solchem Zustand kehren auch wir einst wieder zurück, nur mit
dem Unterschiede, dass dann dies ganze Uber-Glück, Uber-Leid

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uns bewußt sein wird und daß wir dann auch keine Träume mehr
brauchen, weil wir die Himmel selbst offen sehen.

 

 

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Kommentar

Zu finden in der
Stuttgarter Ausgabe: Band 5, S. 78f.
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